Wappen der Gemeinde Ismaning.
Bild zum Link Home  Home Abstand zum nächsten Element Bild zum Link Kontakt  Kontakt Rathaus Abstand zum nächsten Element Schrift:  Bild zum Link Schrift kleiner vergrößern  |  verkleinern  Bild zum Link Schrift grösser Abstand zum nächsten Element Bild zum Link Favoriten hinzufügen  Zu Favoriten hinzufügen Abstand zum nächsten Element Bild zum Link Support  Support Abstand zum nächsten Element Bild zum Link Drucken  Drucken

Ausstellungen im Kallmann-Museum 2009

bis 1. März 2009  
"Der Natur auf der Spur"
Landschaften und Tiere im Werk Hans Jürgen Kallmanns 

 Bild der Ausstellung                

Das Jahr 2009 beginnt mit einer großen Werkschau des Malers Hans Jürgen Kallmann (1908-1991). Als  junger Künstler 1937 als „entartet“ verfemt, erlangte er ab Mitte der fünfziger Jahre als Bildnismaler einen Ruf von europäischer Geltung. Trotz seiner Erfolge als Porträtmaler spielten Landschaften und Tiere ebenfalls eine bedeutende Rolle in seinem Werk. Diesen Bereich seiner Kunst in den unterschiedlichen Facetten vorzustellen, hat sich die Ausstellung  „Der Natur auf der Spur“ zur Aufgabe gemacht. Es werden Zeichnungen, Pastelle und Malereien aus allen  Schaffensphasen gezeigt.
In seinem Frühwerk schuf Kallmann expressive, oft fantastische Tierdarstellungen und  Landschaften mit dramatischen Wolkenhimmeln, die in ihrer dunklen Intensität das kommende Unheil des Krieges ahnen lassen. Seine späteren Bilder wirken im Gegensatz dazu naturnäher, lyrischer und viel weniger düster.
Kallmanns Tierbilder zeugen von genauer Beobachtungsgabe und von Respekt gegenüber dem Mitgeschöpf. Er gestand Tieren eine eigene, naturhafte Persönlichkeit zu, die er eindrucksvoll festhielt. Zum Thema Landschaft schrieb Kallmann in seiner Autobiografie „Der verwundbare Stier“ folgendes:
„Ich glaube, dass nichts selbstbildnishafteres ist als die Darstellung einer Landschaft. Der Maler gießt alles in sie hinein was er empfindet, hier können die Naturformen und die Phantasie des Künstlers eine wunderbare Ehe eingehen, hier treibt die Quintessenz dessen, was den Maler bewegt und erregt, ihn zum Schaffensprozess an – die Stimmung der Natur und die Seelenlage des Künstlers zusammen verursachen die Gestaltung.“ 
Es werden mehr als sechzig Arbeiten zu diesen Themen ausgestellt. Sie stammen aus dem Besitz des Museums und von privaten Leihgebern.
Das Kallmann-Museum lädt zu einer kostenlosen Abendführung am Mittwoch, den 14. Januar um 18 Uhr ein. Es führt Gisela Hesse (Museumsleiterin)


8. März bis 3. Mai 2009
Elisabeth Endres - die Welt im Blick
Malerei und Zeichnung

        

Mit einer Retrospektive auf das Werk der Malerin Elisabeth Endres stellt das Kallmann-Museum eine gesellschaftlich und sozial engagierte Künstlerin vor.
Ihre gegenständliche Malerei wirkt realistisch und erinnert in ihrer Formgebung und mit den kräftigen Farben an die Pop-Art  von Andy Warhol oder Richard Hamilton. Ähnlich wie Warhol lässt  sich die Künstlerin in ihren Bildern von Ereignissen des Weltgeschehens anregen. Hinzu kommen eigene starke Eindrücke der Künstlerin von der Lebenswelt der Nordamerikanischen Ureinwohner und sensible Naturbeobachtungen.
Ihre Arbeiten bestechen durch ihre hohe Malkultur,  leuchtende Farben und spannungsvolle Kompositionen. Der Naturalismus und die vollendete Ästhetik ihrer Bilder werden jedoch durch Spieglungen, Überblendungen und Verdoppelungen aufgebrochen. Oft fließt ganz unvermittelt abstraktes Formenvokabular ins gegenständliche Bild. Elisabeth Endres kennt kein „Entweder- Oder“ der Stile, sondern nur ein „Sowohl als Auch“. 
In diese schönen Bilder baut Elisabeth Endres auf subtile Art und Weise brisante, kritische Aussagen ein, wie Ausbeutung, Umgang mit ethnischen Minderheiten und Umweltzerstörung, die oft bissig ironische Untertöne haben. Die Inhalte ihrer Arbeiten entziehen sich häufig dem flüchtigen Blick, denn eine Vernetzung von Assoziationen und Bildfragmenten bedeckt die Leinwand und eröffnet sich dem Betrachter oft erst bei genauer, gründlicher Betrachtung.
Mit ihrer Vielschichtigkeit und der vom Betrachter geforderten Geduld bilden die Arbeiten von Elisabeth Endres einen deutlichen Gegenpol zur flüchtigen, leicht fasslichen medialen Bilderflut. 
Elisabeth Endres ist in Oberammergau geboren. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und war Meisterschülerin bei Prof. Karl Fred Dahmen.
Bis 2004 lebte sie als freischaffende Malerin in München. Von der Mitte der 80er Jahre bis 1994 wechselte ihr Lebensmittelpunkt ständig zwischen den USA und München. Jetzt ist sie wieder ins heimatliche Oberammergau zurückgekehrt. 
Ihre Arbeiten wurden in ganz Deutschland und in den USA (New York) gezeigt. Sie befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.


8. Mai bis 5. Juli 2009
Dagmar Pachtner
Nähe und Ferne - das Eigene und das Fremde in einer globalen Kultur
Fotografie, Video, Installation
Gemeinsame Ausstellung des Kallmann-Museums Ismaning, der Museen der Stadt Landshut und der neuen Galerie Landshut e.V.

      

Landshut und Ismaning – Gemeinden, die in der Metropolenregion München liegen, flughafenbezogen und weltvernetzt und gleichzeitig bayerische Lebenswelten und Standorte internationaler Konzerne. Trotz aller Fortschritte in Kommunikation und Mobilität sind die wechselseitigen Erfahrungen mit fremder Kunst und Kultur noch keineswegs selbstverständlich.
Mehrere Japanaufenthalte (2001, 2004, 2006, 2007) bedeuteten für Dagmar Pachtner die Erfahrung des Fremdseins und ließen sie neben dem eurozentrischen Blick auch den Blick von außen auf unsere Kultur entwickeln. Dieser fremde Blick auf Vertrautes ermöglicht, sich von lieb gewonnen Sehgewohnheiten zu lösen und neue Wege des Denkens und Wahrnehmens zu beschreiten.
In Dagmar Pachntners Arbeiten geht es nicht darum spektakuläre Sehenswürdigkeiten und exotische Raritäten aus Ost und West ins Bild zu setzen, sondern darum, ganz alltägliche Geschehnisse zu beobachten wie zum Beispiel  das Sitzen, Stehen, Gehen oder Rennen und diese Beobachtungen in künstlerische Arbeit umzusetzen. So entstand 2004 die große Rauminstallation „Sitting“, die auch im Kallmann-Museum ausgestellt wird. Mit Videoprojektion, Lichteffekten und realen Objekten entwickelte sie einen Kunstraum, der in seinen ganz unterschiedlichen Bedeutungsebenen meditativ-Fernöstliches mit Elementen der europäischen Kultur verbindet und so eine gedankliche und optische Brücke zwischen den Kulturen bildet.
Dagmar Pachtner arbeitet viel für den öffentlichen Raum, der jeweilige Ort des Geschehens und die räumliche Situation fließen in ihr Kunstschaffen ein und nehmen Einfluss auf ihre Werke. So entwickelte sie 1992 bei der Veranstaltung „Kunst auf dem Bergfeld“ in Poing bei München eine spannungsvolle, ortsbezogene Installation aus Erde, Gras und Beton, die damals den 1.Preis erhielt. 1998 schuf sie die viel beachtete Gedenkstätte und das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Ingolstadt. 2002 entwickelte sie für die Landshuter Spitalkirche Heiliggeist die beeindruckende, den gesamten Kirchenraum umfassende multimediale Installation „Überschreitung“, die sich mit dem brisanten Thema Genetik befasste. Zum 1200-jährigen Ortsjubiläum der Gemeinde Ismaning wird Dagmar Pachtner unter dem Titel „24 Stunden Ismaning“ eine neue, ortsbezogene Foto- und Lichtinstallation vorstellen.
Dagmar Pachtner ist 1961 in Neustadt an der Aisch geboren. Sie studierte von 1981 bis 1986 Kunsterziehung und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 1988 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin; ihr Atelier ist seit 1991  in Landshut. Die Arbeitsbereiche sind plastische Arbeiten, Kunst im öffentlichen Raum, Rauminstallationen, Fotografie, Video und Zeichnungen.

In Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Landshut und der Neuen Galerie  Landshut e.V. erscheint ein Katalog.


17. Juli bis 18. Oktober 2009
Markus Heinsdorff - Wasserwerke
Isarprojekt 2009
Installation und Fotografie
Eine Ausstellung zum 1200-jährigen Ortsjubiläum von Ismaning

      

Mit seinen Installationen und Skulpturen hat der Münchner Künstler und Gastprofessor für Architektur in China, Markus Heinsdorff, international Aufmerksamkeit erregt.
In Zusammenarbeit mit dem Pekinger Goethe-Institut hat Heinsdorff im Jahr 2007 in China Pavillons für die „Deutschland-Promenade“ geschaffen – ein Aufsehen erregendes Projekt mit einem fast vergessenen Rohstoff der Region, Bambus.

Damit regte er im Hightech-süchtigen China eine ganz neue Diskussion über die Nachhaltigkeit von Baustoffen an.
Auf Bali ließ er im Jahr 2002 ein  rätselhaftes Luftobjekt auf einem künstlichen Reisfeld landen. Über dem Isarkanal ließ er 1990 aufblitzende Metallsegel als Windmobile und Lichtreflektoren schweben; 1995 baute er ein verwegenes Rollgerät, das in schwindelnder Höhe auf einem Hochseil zwischen dem Turm des Deutschen Museums und dem Europäischen Patentamt hin- und herjagte. Kinetische Skulpturen von Markus Heinsdorff stehen in München an mehreren Plätzen, zum Beispiel die Arbeit „Tenso“ vor der Pfennigparade wie auch in Köln und Berlin. In der Region Bordeaux in Frankreich gestaltete er den ganzen Park von Las Fosses zum Künstlergarten um. Für den Ismaninger Skulpturengarten 2000 schuf er das spektakuläre Leuchtobjekt „Pool“. 
Dieser vor Ideen sprühende Künstler hat sich im Hinblick auf die 1200-Jahrfeier von Ismaning einen abwechslungsreichen Parcours durch das Museum ausgedacht. Mit Fotografien, Klang- Bild- und Objektinstallationen zeigt er spielerisch, meditativ und experimentell die enge Verbindung des Elements Wasser beziehungsweise der Isar  mit dem daran liegenden 1200-jährigen Ort.
Markus Heinsdorff ist 1954 in Steinkirchen geboren. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei bei Robert Jacobson. Von 1980 bis 1989 leitete er die Schule für Gestaltung Villa Pacieri in Rom. Markus Heinsdorff lebt in München und arbeitet als freischaffender Künstler. Seine Projekte verwirklicht er weltweit. In China lehrt er als Gastprofessor für Architektur.

Für eine große Installation im Kallmann-Museum mit Isarkieseln sind alle Kunstfreude und Museumsbesucher eingeladen, bis zur ersten Juliwoche ihren Lieblings-Isarkiesel ins Museum zu bringen, er wird dann zu einem Teil des Kunstwerks (maximaler Durchmesser ca. 4cm).


23. Oktober bis 7. Januar 2010
"Menschenbilder"
Künstler des expressiven Realismus u.a. mit Werken von Walter Becker, Albert Birkle, Hans Jürgen kallmann, Josefine Mühlen-Schmid, Ernst Stadelmann und Alfred Wais

     

In den letzten Jahren rückt das Schaffen der Künstler des expressiven Realismus immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Auch das Kallmann-Museum befasst sich zum wiederholten Male mit dieser Künstlergeneration, der auch Hans Jürgen Kallmann angehört, der Stifter des Museums.
Unter dem Einfluss der Expressionisten entwickelte sich in der ihnen nachfolgenden Generation der um 1900 geborenen Künstler eine eigene Kunstströmung, die realistische Malerei und die Errungenschaften der Moderne zu einer eigenen individuellen Bildsprache verband; der Kunsthistoriker Rainer Zimmermann prägte dafür den Begriff „Expressiver Realismus“. Viele Künstler dieser Generation waren im Nationalsozialismus verfemt, viele wurden durch jahrelangen Kriegsdienst am kontinuierlichen Schaffen gehindert. Oft wurde ein großer Teil ihre Werke durch Bombenangriffe und Kriegswirren vernichtet. Nur wenige aus dieser Generation waren bereits vor 1933 so bekannt, dass sie trotz dieser Zäsur in ihrem Leben ihre internationale Bedeutung bewahren konnten. Die meisten dieser Künstler, die nach 1945 nicht den Weg in die Abstrakte Malerei gingen, gerieten ab 1950 ins künstlerische Abseits, der Kunstbetrieb wandte sich der Weltsprache der gegenstandlosen Kunst zu. Dennoch gewannen einige dieser Künstler regionale Anerkennung und fanden engagierte Sammler und Förderer.  So machte sich zum Beispiel Albert Birkle einen Namen mit der Gestaltung von Kirchenfenstern, Hans Jürgen Kallmann wurde als Bildnismaler bekannt und Erich Glette und Walter Becker erhielten Professuren an Kunstakademien. Trotzdem wurden auch die erfolgreichen Künstler des expressiven Realismus als unangepasste Individualisten wahrgenommen und nicht als Teil einer breiten Kunstströmung. 
Im Schaffen dieser Künstler nimmt das Bild des Menschen eine bedeutende Rolle ein. Menschen in der Stadt und in der Natur, bei der Arbeit und im  Gespräch, Akte, Porträts und Gruppenbilder zeigen, dass neben formalen oder kunsttheoretischen Problemen nach wie vor der Mensch dazu anregte, eindrucksvolle Kunstwerke zu schaffen.
Das Kallmann-Museum zeigt zu diesem Thema Malerei und Zeichnungen von zirka zwanzig Künstlern des Expressiven Realismus.
Die Arbeiten stammen aus der Sammlung Joseph Hierling und aus dem Kallmann-Museum.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
von 14.30 bis 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Hier finden Sie das Jahrsprogramm 2010 unseres Hauses zum Herunterladen.

Jetzt herunter laden